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Werte vermitteln, Werte leben

Welche Werte möchtet ihr euren Kindern vermitteln? Werte, von denen wir Eltern überzeugt sind, leben wir intuitiv und authentisch unseren Kindern vor und sind damit das beste Vorbild. Zeit für eine Werte-Analyse...


Welche Werte vermitteln wir unseren Kindern?

Welche Wertvorstellungen habt ihr, was möchtet ihr euren Kindern mit auf den Weg geben? Uns war und ist es zum Beispiel wichtig, unseren Kindern bestimmte Werte wie Respekt, Toleranz und Achtsamkeit für ein wertschätzendes Miteinander in Familie, Schule/Job, Freundeskreis und generell im Leben zu vermitteln. Man kann diese Überzeugungen christliche Werte nennen, aber im Grunde sind sie völlig unabhängig von einer Religion. Dennoch war für mich die diesjährige Konfirmation meiner Tochter der ideale Anlass, um eine kleine Werte-Analyse zu machen. Das dies ein guter Zeitpunkt war, wurde mir allerdings erst bewusst, als ich eine kurze Ansprache für meine Tochter zu ihrer Konfirmationsfeier (Corona-bedingt nur im engsten Kreis) vorbereitete. Welche Werte konnten wir unserer Tochter aufzeigen, was hat sie verinnerlicht?

Respekt, Zuverlässigkeit und Großzügigkeit

Da steht sie nun, meine "kleine" Tochter, mit einem zufriedenen Lächeln, frisch konfirmiert, auf der Schwelle zum Erwachsenwerden - irgendwie zerbrechlich und doch stark. Sie verkörpert so viele aus meiner Sicht wunderbare Werte. Sie ist ehrlich, zuverlässig, loyal, herzlich und empathisch. Sie (be)wertet nicht. Herkunft, Religion, Schulbildung sind ihr egal, der Mensch zählt, sie macht sich ihr eigenes Bild. Wie sehr habe ich mir gewünscht, solche Werte und Lebenseinstellungen meinen Kindern zu vermitteln - doch selten reichen bei der "Werte-Erziehung" allein elterliche Wunschvorstellungen. Aus meiner Sicht können wir Eltern nur als echtes Vorbild fungieren bzw. eine Orientierung geben, wenn wir voll hinter unseren Grundsätzen stehen, diese intuitiv und authentisch vorleben und unsere Kinder in ihrer Werte-Entwicklung bestärken.

Wert(e)volle Gedanken und Gespräche

Im Umkehrschluss heißt dies für mich: Erfährt ein Kind kaum Liebe, Beziehung und Nähe, entwickelt es seine eigene "Werte-Welt" und verhält sich in den Augen anderer vielleicht oft provozierend und aggressiv. Dies kann ein Schrei nach Aufmerksamkeit sein. Hier hinter die Fassaden zu blicken und offen zu sein, hat für mich was mit Großherzigkeit und Güte zu tun - zwei aus meiner Sicht auch ganz wundervolle Werte. Die Palette der Werte ist also groß. Und es gibt bei Werten kein Muss, kein Richtig oder Falsch, aber das Miteinander unter Freunden, Partnern und Mitschülern/Kollegen wird häufig einfacher, wenn die Werte-Welten ähnlich sind. Ich spreche mit meinen Kindern immer wieder mal über Wertvorstellungen, analysiere und reflektiere mit ihnen Verhaltensweisen - die eigenen und die anderer Menschen. Gerade in Hinblick auf Geschichte und Politik oder den Umgang mit der derzeitigen Corona-Pandemie ist dies sehr spannend. Die Gespräche regen auch an, die eigenen Werte zu durchleuchten: "Was wurde mir familiär an Werten mitgegeben? Was ist mir wichtig? Und wie lebe ich diese Einstellung tatsächlich im Alltag?"

Zurück zur Konfirmation meiner Tochter: Meine kleine "Werte-Analyse" fällt also durchaus erfreulich aus - und im Grunde ist dies doch ein viel wertvolleres Zwischenzeugnis als das aus der Schule. Was bringt eine 1 in Mathe, wenn Großzügigkeit im Herzen und soziales Denken (gerade in Corona-Zeiten) fehlen? Und so lächle ich am Konfirmationstag genau wie meine Tochter stolz vor mich hin...

Was denkt ihr zu dem Thema? Welche Werte sind euch besonders wichtig?

Wenn euch weitere Themen rund um ein wertschätzendes Miteinander, speziell in der Pubertät, interessieren, lest auch unseren Blog-Beitragt: "Klare Infos schaffen Vertrauen"


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