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ADHS - was bedeutet das für betroffene Kinder?

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Aber was bedeutet ADHS wirklich? Was macht diese fehlende Selbstregulierung und Unruhe im Körper mit den Kindern?


Kinder mit ADHS begleiten

Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben es in der Schule nicht leicht. Sie können sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren, sind offen für jede Ablenkung. Ihnen bereitet es Probleme, sich zu organisieren und Aufgaben fertig zu machen. Zudem kämpfen betroffene Kinder häufig mit starker körperlicher Unruhe (Hyperaktivität), weswegen Schülern mit ADHS das Stillsitzen und Ruhigsein im Unterricht schwerfällt. So werden sie von Lehrern und Mitschülern nicht selten als Störenfried oder Klassenclown abgestempelt.

Unfreiwilliger Klassen-Clown

Doch hinterfragt jemand die Seelenwelt der betroffenen Kinder, fühlen sich wohl viele Kinder mit ADHS nicht so lustig wie ein Clown, sondern wünschen sich Normalität. Sie würden vermutlich gern mit Mitschülern und Lehrern besser auskommen und in der Schule weniger Probleme haben. Stattdessen belasten ihre Ungeduld und ihr impulsives Verhalten aber häufiger ihr Verhältnis zu Mitmenschen.

Teenager mit ADHSKommen Kinder mit ADHS in die Pubertät wird's nicht einfacher. Zwar vermindert sich bei Teenagern mit ADHS die körperliche Unruhe, aber dafür nimmt die innere Unruhe oft spürbar zu. Impulsivität und Aufmerksamkeitsschwäche bestehen laut wissenschaftlicher Untersuchungen bei etwa zwei Drittel der Jugendlichen ebenfalls weiter und damit meist auch die Schulprobleme.

Von ihrem Umfeld ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, damit Jugendliche mit ADHS sich nicht missverstanden und abgelehnt fühlen, nicht total frustriert sind und letztendlich vieles, einschließlich der Schule, boykottieren. Unbehandelt kann ADHS sehr folgenreich sein - bis hin zur Sucht, vermehrter Aggressivität, Ängsten und Depressionen.

Kinder und Jugendliche mit ADHS nicht allein lassen

Daher ist es ganz wichtig, dass Kinder mit ADHS frühzeitig gestärkt werden. Wobei es nicht "das ADHS-Kind" gibt. Das Erscheinungsbild kann recht unterschiedlich sein, die Symptome verschieden ausgeprägt. Es gibt beispielsweise auch Kinder, vermehrt Mädchen, mit einem Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne Hyperaktivität (ADS), bei denen vielmehr das Verträumte und Zerstreute im Vordergrund steht. Aber eines brauchen alle Kinder und Jugendlichen mit ADHS bzw. ADS: Feste Strukturen und ein geduldiges, einfühlsames sowie verständnisvolles Umfeld, welches sie im Alltag unterstützt und begleitet. Zu diesem Umfeld gehören nicht nur die Familie, sondern auch Lehrer und über ADHS aufgeklärte Mitschüler.

ADHS: Stärken der Kinder betonen

Was können Eltern tun? Es ist natürlich nie verkehrt, sich gründlich mit der Thematik auseinanderzusetzen, d.h. sich Expertenmeinungen verschiedener Fachrichtungen und breitgefächerte Infomaterialien einzuholen. Behandelt wird ADHS in erster Linie mit psychotherapeutischen Methoden und Erziehungskonzepten. Es werden Bewältigungsstrategien entwickelt, die es den betroffenen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihr vorhandenes Potenzial zu nutzen und mit ihren Schwächen umzugehen. Hier gilt es auch, die Stärken der Kinder zu betonen. So sind Kinder mit ADHS beispielsweise oft sehr kreativ (Wolfgang Amadeus Mozart ist hier ein gutes Beispiel für einen berühmten, ausgeprochen kreativen Menschen mit ADHS), besonders begeisterungsfähig, hilfsbereit und einfühlsam. Außerdem besitzen sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.

Als Therapieziel einer ganzheitlichen ADHS-Behandlung steht an erster Stelle für alle Beteiligten eine Steigerung der Lebensqualität, wozu natürlich auch ein harmonischeres Miteinander und eine verbesserte Schulleistung gehören.

ADHS - helft uns zu verstehen

Habt ihr Erfahrungen mit ADHS? Als Eltern? Als Selbstbetroffene? Als Lehrer? Wir sind sehr interessiert an euren Berichten - meldet euch gern unter feedback@noSpam.kamina.de


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