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Transferaufgaben besser lösen

Transfer-Aufgaben in Sachkunde, Mathe, Physik, Biologie, Geografie oder Geschichte machen vielen Schülern das Leben schwer. Hier erfahrt ihr, wie eure Kinder sich darauf besser vorbereiten können.


Transferaufgaben leichter lösen

Meine Tochter hatte sich gut auf den Geschichstest vorbereitet und trotzdem kam sie am Prüfungstag frustriert nach Hause. Sie meinte, sie konnte mit den Aufgabenstellungen nichts anfangen. Sie verstand nicht, was gefordert war, konnte ihr Wissen nicht den Fragen zuordnen. Mit diesem Problem war meine Tochter wohl nicht allein, auch viele Mitschüler hatten anscheinend beim Lesen der Aufgaben Fragezeichen im Gesicht, hatten keine Antworten parat. Dieses Problem hat einen Namen: Transferaufgaben!

Bei Transfer-Aufgaben gilt es, das gelernte Wissen, also bestimmte Vorgänge, Ereignisse und Zusammenhänge auf andere Sachverhalte zu übertragen. Die Antworten sollen meist in ganzen Sätzen hingeschrieben werden. Vor allem in Heimatkunde bzw. Sachkunde (HSU), Mathematik, Physik sowie in Biologie, Geschichte und Geografie werden Schüler häufig mit dieser Aufgabenform konfrontiert. Doch wie kann man sich auf Transferaufgaben vorbereiten? Reines Auswendiglernen hilft nichts. Damit lassen sich nur Reproduktionsaufgaben (= reine Wiedergabe des Gelernten) lösen, für die Transfer-Aufgaben braucht es mehr (was dann häufig mit einer "1" oder "2" belohnt wird). Für diese Tranferleistung ist das Verstehen des Lernstoffes im Gesamtzusammenhang entscheidend.

Lern-Wissen mit eigenen Worten wiedergeben

Wichtig ist es daher, dass Schüler z.B. in Sachkunde, Bio, Geschichte und Geografie das gelernte Wissen mit eigenen Worten wiedergeben können. So erkennt man, ob das Gelernte wirklich im Zusammenhang verstanden ist. Bei Mathe-Textaufgaben und Physik gilt es, das Lern-Wissen auf verschiedene Modelle zu übertragen. Hier muss meist das Grundprinzip verstanden werden und überlegt werden, was wird genau gesucht und was ist gegeben, welche Formel kann ich darauf anwenden. Wenn euer Kind das weiß, ist das Rechnen fast ein Kinderspiel (Zwischenschritte und Einheiten nicht vergessen!). Und wenn euer Schulkind unsicher bei einer Thematik ist, gibt es auch tolle Erklär-Videos, die man im Netz anschauen kann. Hier wird manchmal genau das Hintergrundwissen vermittelt, was man für das Verstehen von Transfer-Aufgaben braucht.

Üben für Transferaufgaben

Damit Schüler wissen, welche Form von Fragen ihnen begegnen kann, sollten sie sich Transferaufgaben aus dem Schulbuch zu der jeweiligen Lern-Thematik raussuchen - oder online. Im Internet finden sich die verschiedensten Übungstypen, oft mit Lösungen. Einige Lernportale bieten so was auch an. Hier kann man häufig einen Testzugang einrichten und wenn's gefällt, kann man ein (meist kostenpflichtiges) Abo buchen. Hat euer Kind die passenden Aufgaben (z.B. Einordnung und Deutung von Quellen in Geschichte, Interpretation von Grafiken in Geo oder Bio, Übungsaufgaben zu Physik etc.) gefunden, dann hilft vor allem: Üben, üben, üben! Gut ist, sich schon einige Tage vor dem Test ein paar Transfer-Aufgaben anzuschauen, damit man bei Fragen den Lehrer bzw. die Lehrerin, die Mitschüler oder die Nachhilfe zu Rate ziehen kann.

Am Prüfungstag die Fragestellung genau lesen

Im Test bzw. der Klassenarbeit selbst ist es ganz wichtig, die Aufgabe richtig (also Wort für Wort) zu lesen, um den gefragten Inhalt tatsächlich zu erfassen. Schüler können davon ausgehen, dass wichtige Begriffe ("Schlüsselbegriffe") zum Lernthema (z.B. bei Sachkunde, Geschichte, Geo) sicherlich irgendwo im Test verlangt werden. Gerade wenn diese nicht explizit abgefragt werden, sollte sich das Schulkind die Fragestellungen unter dem Gesichtspunkt anschauen, wo einer der Schlüsselbegriffe passen könnte. Und ein Erklärungsversuch ist i.d.R. besser als kein Text.

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