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Teenies lieben Online-Shopping

Online-Shoppen liegt voll im Trend. Gerade Jugendliche lieben es Klamotten und andere Artikel im Netz zu kaufen. Dies muss man nicht grundsätzlich verteufeln. Vielleicht ist eine Mischung aus Online- und Real-Einkauf der goldene und zeitgemäße Mittelweg?


Online-Shoppen liegt im Trend

Wir denken, ihr kennt das Bild von euren heranwachsenden Kids: Man sieht sie kaum noch ohne Handy oder Tablet in der Hand. Sie fühlen sich in virtuellen Welten zu Hause, dadurch liegt für sie auch das Online-Shoppen nahe. Warum in die Läden gehen, fragt mein Sohn, wenn online die Auswahl viel größer ist und alles verfügbar ist. Außerdem ist Online-Shoppen ja so bequem – man sitzt im Warmen und kann auch noch weit nach 20 Uhr und am Sonntag einkaufen. Doch nicht nur bei Teenagern besteht dieser Trend. Das Shopping-Angebot im Internet wird generell immer beliebter, ebenso bei Eltern und Großeltern. Der Digitalverband Bitkom gibt an, dass in Deutschland mittlerweile 56%* der Menschen ab 14 Jahren (das sind 80% der deutschen Bevölkerung mit 14+!) ihre Einkäufe auch im Netz erledigen. Dadurch, dass dieses Thema so präsent ist, ist es unumgänglich Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema „Online-Shopping“ beizubringen.

Konkrete Abmachungen für das Online-Shoppen treffen

Ein guter Weg könnte sein, den Kindern früh zu erklären, wie das Shopping im Internet funktioniert. Die Kinder müssen verstehen und verinnerlichen, dass die im Internet angebotenen Produkte nicht als Geschenke verstanden werden dürfen, sondern diese genauso mit Geld bezahlt werden müssen, wie die Produkte in den realen Geschäften. Gerade Teenagern sollte auch bewusst sein, dass man über Online-Zahlsysteme – genau wie mit EC- und Kreditkarten – oft etwas leichtfertiger Geld ausgibt als mit realen Scheinen und Münzen. Das eigene Konto-Guthaben bzw. persönliche Budget im Auge zu haben und die eingeschränkte Geschäftsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu kennen, ist daher wichtig.

Deswegen ist es ratsam, mit jugendlichen Shopping-Fans eine Abmachung zu treffen. Diese kann so gestaltet sein, dass die Teenager alle paar Monate ein gewisses Budget (kann auch im monatlichen Taschengeld beinhaltet sein) zur Verfügung gestellt bekommen, mit dem sie sich, nach Absprache mit uns Eltern, etwas im Internet kaufen dürfen. Am liebsten werden online übrigens Kleidung und Schuhe geshoppt, besonders gern mit bekanntem Mode-Label. Gut eignen sich daher Fashion-Plattformen wie Luisaviaroma (LVR) für das Shopping-Erlebnis, die viele Marken-Produkte vertreiben und keine Versandgebühren (oder Shipping-Kosten) verlangen sowie Retouren gratis behandeln. Hier wird vielfältige Mode für die ganze Familie angeboten, auch Accessoires wie Taschen und Schmuck sowie Deko-Artikel – so kann der Online-Einkauf zu einer gemeinsamen Familienaktivität werden. Mit Chips (oder Gemüse-Sticks) und Getränken wird’s ein gemütlicher virtueller Einkaufsbummel.

Einkaufsbummel in der realen Welt dürfen nicht fehlen

Selbstverständlich muss den Kindern aber auch vermittelt werden, dass der Einkauf in den Geschäften vor Ort nicht zu vernachlässigen ist. Sie müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche wirtschaftlichen und umwelttechnischen Konsequenzen ein vermehrtes Online-Shopping hat. Teenager sollten wissen, dass viele kleine Geschäfte nicht überleben können, wenn man dort nicht ab und an „real einkaufen“ geht.

Um das lokale Einkaufen attraktiver für die Kinder zu machen, kann man ein Eltern-Kind- bzw. Familien-Event daraus machen. Im Vorfeld stellt man die wichtigsten Einkaufswünsche zusammen und die Kinder dürfen die Läden mitbestimmen. Oder Teenager dürfen mit ihrem Taschengeld bzw. einem bestimmten Budget nur mit Freunden shoppen gehen. Ab und an können auch gemeinsame Ausflüge in neue Städte inkl. Shopping-Tour unternommen werden – wir können aus Erfahrung sagen: die meisten Kinder und Teenager haben daran großen Spaß und es ist wertvolle, gemeinsame Zeit in einer (im besten Falle) entspannten und ausgelassenen Atmosphäre.

Konsumverhalten bei Jugendlichen beobachten

Besonders bei Teenagern sollte das Konsumverhalten aber beobachtet werden. Ab einem Alter von rund 12 Jahren steigt das Risiko, Impulskäufe zu tätigen – gerade bei Einkäufen mit der Clique. Oft dienen diese unüberlegten Käufe dazu, ein Selbstwertproblem zu überdecken. Wenn ihr dies bei euren Kindern feststellt, solltet ihr so früh wie möglich das Gespräch mit ihnen suchen und ihnen hier vermitteln, dass unüberlegte Käufe keine Lösung für das Problem darstellen und gemeinsam nach Hilfe suchen (Tipps bei Kauf- und Konsumsucht bietet z.B. Erasmus+/Jugend in Aktion).

Buchtipp zum Thema „Kaufsucht“:
Susanne Fülscher: Dann kauf’s dir doch, Reihe Carlsen Clips, Carlsen-Verlag 2018, ca. 5 €,
ISBN 978-3551316998

*Die repräsentative Umfrage wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. 1.086 Internetnutzer ab 14 Jahren wurden befragt, darunter 1.054 Online-Käufer. Quelle: eCommerce-Magazin.de

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