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Nachteulen kämpfen eher mit dem Gewicht

Schlafen ist ein natürliches Wundermittel für Kindergesundheit und für die Konzentrationsfähigkeit in der Schule - und darüber hinaus hält ein regelmäßiger Schlafrhythmus Teenager wohl auch noch schlank.


Spätaufsteher sind laut Studien oft inaktiver

Schlaf ist wichtig! Guter und ausreichender Schlaf erleichtert nicht nur das Aufstehen am Morgen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Konzentrationsfähigkeit am Tage aus. Zudem stärkt Schlaf das Immunsystem. Schlafmangel schwächt hingegen die Abwehrkräfte, Krankheitserreger haben oft leichteres Spiel, weswegen Kinder nach Klassenfahrten fast immer erkältet sind.

Auch das Schlaf-Zeitfenster ist relevant

Weiter haben australische Forscher von der Universität South Australia in Adelaide, die u.a. Zusammenhänge von Schlaf und chronischen Erkrankungen untersuchen, herausgefunden, dass auch der Schlafrhythmus von Bedeutung ist. Demnach haben „Nachteulen“ ein höheres Risiko für Übergewicht, da die Abendstunden meist weniger aktiv verbracht werden als die Zeit am Morgen. Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie 2.200 Kinder und Jugendliche von 9 bis 16 Jahren nach ihrem Tagesablauf befragt und diesen in Verbindung mit ihrem Gewicht gesetzt.

Spätaufsteher sind laut Studien oft inaktiver

Demnach hatten Jugendliche, die am Wochenende und in den Ferien in der Regel spät aufstehen und den Abend bis in die Nacht ausdehnen, eine um 1,5-fach größere Wahrscheinlichkeit für Übergewicht. Die Erklärung dafür: Sie waren nur halb so lange im Tagesablauf körperlich aktiv und saßen fast 3-mal so lange vor einem Bildschirm wie die Gruppe der früh aktiven Teenager – bei der gleichen Schlafmenge. Das bedeutet, dass die Schlafenszeiten selbst, d.h. ob von 22-8 Uhr oder von 1-11 Uhr, kombiniert mit viel Medienkonsum einen weiteren Risikofaktor für Übergewicht darstellen. Oder anders ausgedrückt: Dass ein unregelmäßiger Schlafrhythmus ein Indiz für Inaktivität (und evtl. auch vermehrten Chips-Konsum?) sein kann - und dies wiederum kann Übergewicht fördern.

Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch durchaus unter- und normalgewichtige Kinder mit einem "ungesunden" Schlafrhythmus gibt. Übergewicht ist ein multifaktorielles Geschehen - genetische Veranlagung, Ernährung, Bewegung, da spielen viele Faktoren rein. Dennoch ist für mich unumstritten, dass Schlaf wichtig ist und vielleicht ist an dem Spruch der heutigen Großeltern-Generation, dass "der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste ist", tatsächlich was dran.

Quelle: Sleep, http://www.unisa.edu.au/Research/Centre-for-Sleep-Research/


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